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Im ca. 14 Jahrhundert kam ein indischer
Weiser namens Bodhiharma nach China.
Er soll der letzte der von Buddha erleuchteten Lehrer gewesen
sein und man verehrte ihn als 28. Patriarchen des Buddismus.
Doch irgendwie war er wohl anders als die übrigen Lehrmeister:
direkter, schonungsloser, und sein Blick soll stets auf den
Kern des Buddha-Weges gerichtet gewesen sein. Er fand zunächst
keine Schüler, so dass er sich neun Jahre lang in eine
Höhle zurückzog, um sich dort, mit dem Gesicht zur
Wand, der Meditation zu widmen:
Von der Bedeutung
wie Meditation, später unter dem japanischen Begriff
"ZEN" geprägt, sollte es weltweite Berühmtheit
erlangen.
Kein Mensch kann heute beurteilen, ob diese Geschichte stimmt,
oder nur eine, die erste aller ZEN Legenden ist. Doch dies
passt zum ZEN. Wer sich mit seinen Lehren und Sprüchen
beschäftigt, weiß manchmal am Ende nicht, was sie
eigentlich bezwecken. Doch dies ist durchaus im Sinne von
ZEN, das keine Religion, keine Philosophie sein, uns kein
abgeschlossenes Denksystem vorsetzen will.
Man kann ZEN nicht erlernen, man muss es erleben, erfahren
und manchmal auch einfach nur erspüren. ZEN lässt
sich nicht durch irgend welche Begriffsbestimmungen fassen,
da es sich ausschließlich durch eigene Erfahrung erschließt.
Das völlige Versinken in eine spannende Tätigkeit
oder das gänzliche aufnehmen durch eine Wahrnehmung.
Entscheidend ist jedoch beim ZEN eine achtsame Selbstbeobachtung,
die die Verinnerlichung des Momentes verstärkt. |
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